Im Oval Office

Text | Ulrich Schüppler

Foto | Joe Hernandez Photography

Wer mit verbundenen Augen hierhergebracht wird und diesen Raum zum allerersten Mal betritt, weiß sofort, wo er sich befindet: im Oval Office. Aus so vielen Filmen ist dieser Anblick bekannt, dass der Betrachter sich dabei sicher ist.

Da ist das große Oval des Raumes, dessen helle Wände so auffällig mit dem raumfüllenden blauen Teppich mit dem Präsidentenwappen in der Mitte kontrastieren. Links und rechts in die muschelbekrönten Wandnischen sind Regale oder Vitrinen eingelassen. Dann gibt es Türen, über denen kleine Giebeldächer sitzen, als seien sie Durchgänge in einen griechischen Tempel. Dazwischen prangen Gemälde von Herren in noblen Anzügen oder mit gepuderten Perücken. Klassisch mutet der Blick aus den drei bis zum Boden reichenden Fenstern in den Garten an, die von Vorhängen umrahmt, vom wachsamen Adler zur Rechten und dem Sternenbanner zur Linken flankiert werden. Davor, auf dem wuchtigen Eichenschreibtisch, steht ein rotes Telefon, mit dem der mächtige Mann dahinter sicherlich gleich den russischen Präsidenten anrufen wird, denn dieser Mann ist Amerikaner und heißt ….

Ronald Wade. Wie bitte? Irritiert kneift der Betrachter die Augen zusammen. Sollte hier nicht Donald Trump sitzen? Doch dann fallen die kleinen Unterschiede auf: Der amtierende US-Präsident hat sein Arbeitszimmer nach seinem Einzug ins Weiße Haus mit goldgelb gestreiften Tapeten versehen. Hier aber sind die Wände blütenweiß, wie zu Zeiten Bill Clintons. Auch zeigt der Blick aus dem Fenster einen sorgsam gemähten Rasen, nicht etwa die Rosenbeete, die zu erwarten gewesen wären, wenn es sich um das echte Oval Office handeln würde. Denn das hier ist nur eine täuschend echte Kopie.

„Von schwarzen Sklaven aus dem Lehm des Potomac-Flusses geformt“

The room itself is filled with natural light (a real treat for the Swedes!) and very well organized. The bed stands on one side of the room and is stacked with pillows of various sizes. There is even a dining area in this small apartment which consists of a retractable table and three chairs.

Ein echtes Stück Mauerwerk aus dem Weißen Haus gibt es allerdings, aus dem jüngsten Radikalumbau des Originals von 1949 bis 1951. „Präsident Truman hat damals den ganzen Bau entkernt, da blieben nur die Außenmauern stehen“, erklärt Wade. Die abgetragenen Backsteine hat die US-Regierung mit ihrem Siegel versehen, jeder einzelne wurde als Sammlerstück verkauft, um Geld für den Neubau einzunehmen. Einen dieser Ziegel besitzt Wade, denn der 67-Jährige sammelt schon fast sein ganzes Leben lang Erinnerungsstücke an US-Präsidenten. Er nimmt den Backstein, wiegt ihn in der Hand und ruft die dunkleren Zeiten der US-Geschichte ins Gedächtnis: „Der wurde noch von schwarzen Sklaven aus dem Lehm des Potomac-Flusses geformt und gebrannt.“

Der Stein gab jedoch nicht den Anstoß für Wades Oval Office, der Anlass zum Bau der Kopie war vielmehr ein Tisch. 2004 nämlich erwarb Wade für seine Sammlung von einer kanadischen Filmproduktionsfirma eine Kopie des präsidialen Schreibtischs, des Resolute Desks, den einst die britische Queen Victoria den USA als Zeichen der Verbundenheit beider Nationen geschenkt hatte. Das Original wurde aus den Schiffsplanken der HMS Resolute gebaut, eines britischen Forschungsschiffs, das 1854 im arktischen Eis eingeschlossen und von der Mannschaft aufgegeben werden musste. Erst zwei Jahre später konnte es von einem US-Walfänger befreit und an die Briten zurückgegeben werden.

Wades Exemplar des Tischs ist aus massiver Eiche gefertigt wie das Original und entspricht auch dessen Abmessungen. Der Resolute Desk ist als Partnerdesk ausgelegt, sodass der Präsident und sein Sekretär einander gegenübersitzen können und zwischen sich genug Platz haben, um Dokumente auszubreiten. „Als ich das Ding aufbauen wollte, stellte ich fest, dass es nirgendwo hinpasst“, erklärt Wade und umschreibt mit seinen Händen die Maße des präsidialen Schreibtischs. Mit 180 cm auf 120 cm ist er beinahe so groß wie ein Kingsize-Bett. „Als Esszimmertisch ist der Resolute Desk völlig ungeeignet und im Wohnzimmer hätte er den Weg versperrt“, fasst Wade seine Überlegungen zusammen. „Ich brauchte ein zusätzliches Zimmer.“

Ein Präsidentenschreibtisch braucht auch einen Präsidentenraum

Den neuen Raum schuf Wade in einem Anbau, der durch einen Gang mit dem Esszimmer seines Hauses verbunden ist. Und da ein Präsidentenschreibtisch in ein passendes Büro gehört, beschloss Wade, dass dieser Anbau wie das echte Oval Office aussehen sollte. Zunächst wertete er dazu über 200 Originalfotos aus. Ende der 1980er Jahre hatte das zuständige Denkmalamt eine detailgenaue Dokumentation des Raumes angefertigt, um für eventuelle Restaurierungsvorhaben oder Umbauten gerüstet zu sein. 

Wahlkampfanstecker bilden den größten Teil der Sammlung.Hinzu kommen Filmrequisiten, Porzellan, Scherzartikel und Bilder, zusammen sind es über 10.000 Teile.

Somit sind die genaue Form und die Maße des Zimmers sowie die Position und die Formen der Türen, Fenster und Nischen exakt bekannt. Alles, was Wade danach noch brauchte und auch fand, war eine Spezialfirma für historische Bauten. Zweieinhalb Jahre dauerten die Planungen. „Die Baugenehmigung war kein Problem“, sagt Wade, „aber ich musste meine Version ein Viertel kleiner anfertigen lassen als das Original, sonst wäre ich zu nahe ans Nachbargrundstück herangerückt.“ 

Mit rund 50 Quadratmetern ist sein Oval Office immer noch der größte Raum des Hauses. Acht Monate dauerten die Bauarbeiten, inklusive des Parketts, in dem sich dunkle Streifen von Eichenholz mit hellen aus Walnuss abwechseln. Der klassizistische Deckenfries machte ebenfalls viel Arbeit. „Echter Stuck“, betont Wade, „kein Plastik.“ In Washington sind die umlaufenden Verzierungen unterhalb der Decke aus weißem Marmor, aber das war Wade dann doch zu teuer. Insgesamt hat ihn sein Projekt eine sechsstellige Summe gekostet. „Genau lässt sich das gar nicht beziffern. Zum richtigen Oval Office wird es ja erst durch die Innenausstattung, und davon hatte ich das meiste schon vorher.“

„Ich halte Clinton für den schlechtesten Präsidenten, den wir je hatten“

Der in Frankreich handgeknüpfte Teppich mit dem Präsidentenwappen, die gelben Vorhänge, die Sofas, der Schreibtisch und einige Gemälde sind Kopien. Wade steht nun mitten im Raum. „Diesen Teppich hätte ich lieber in den USA anfertigen lassen, um die heimische Wirtschaft zu unterstützen“, grummelt der bekennende Republikaner. „Aber ich habe hier niemanden gefunden, der das zu einem vertretbaren Preis gemacht hätte.“ Wade schreitet das Oval Office ab. „Die Farbgestaltung entspricht der unter Bill Clinton“, erklärt er. Dann runzelt er die Stirn, während er fortfährt: „Eigentlich erstaunlich, denn ich halte Clinton für den schlechtesten Präsidenten, den wir je hatten.“ Doch immerhin an Clintons Geschmack gebe es nichts zu mäkeln, außerdem war dieses Design von allen historisch belegten Varianten am günstigsten umzusetzen. 

Bei seiner Parteilinie bezeichnet sich der Sammler als ebenso kompromisslos, wie er bei der Vervollständigung seiner Erinnerungsstücke nach allen Seiten offen ist. „Ich habe nichts gegen demokratische Parteigänger, solange sie höflich sind und sich zu benehmen wissen. Wenn sie mich in meinem eigenen Haus beleidigen, werfe ich sie raus“, grinst er. Eine französische Schulklasse, die ihn besuchte, musste er mal zurechtweisen. Die meisten Menschen, die sich für sein Oval Office interessieren, stammen jedoch aus der Region oder den angrenzenden Bundesstaaten. „Häufig von Schulen, aber auch Gruppen aus Kirchengemeinden“, erklärt Wade. „Die letzteren sind mir am liebsten, das sind meistens ältere Damen, die sich sehr für unsere amerikanische Geschichte und unsere Präsidenten begeistern.“ Bei Wade dürften sie damit genau an der richtigen Adresse sein.  

„Die meisten Stücke hier sind echt und standen zu irgendeiner Zeit im Weißen Haus.“  Wade setzt die Runde durch seine Sammlung fort und dreht eine Vase um: „Da sind noch die originalen Inventarnummern drauf.“  Jeder US-Präsident hat das Recht, den Amtssitz nach seinen Wünschen zu gestalten. Alte Gemälde und Möbel wandern ins Magazin oder werden verkauft, um neue anzuschaffen. Präsidentengattin Jackie Kennedy bezeichnete das Weiße Haus daher auch als lebendiges Museum.

Kein Privatmann darf sich die Präsidentenstandarte anfertigen lassen

Besonders stolz ist Wade auf die originale Präsidentenstandarte. Kein Privatmann kann sich so eine Flagge anfertigen lassen, das verbietet das Gesetz. „Zwei alte Ladys in Washington nähen für jeden Präsidenten eine neue“, sagt Wade und deutet dabei auf den Adler. „Der schaut übrigens erst seit Truman nach links auf die Olivenzweige“, fügt er hinzu. „In älteren Darstellungen blickt der Adler nach rechts, auf die Pfeile des Krieges. Truman hat das geändert, er wollte die USA nach dem Zweiten Weltkrieg weniger martialisch wirken lassen.“  

Wades Standarte gehörte einst Ronald Reagan, der sie nach seinem Ausscheiden aus dem Amt seinem obersten Personenschützer schenkte. Solche präsidialen Geschenke wandern später manchmal auf die einschlägigen Verkaufsplattformen im Internet.

Der Bau eines eigenen Oval Office erscheint Wade im Nachhinein als geradezu folgerichtiger Schritt, schließlich bastelte er sich bereits als Zehnjähriger ein nicht mehr erhaltenes Modell des Weißen Hauses aus Papier. „Nach meinem Studium, vor gut 40 Jahren, habe ich dann ernsthaft mit dem Sammeln begonnen“, schmunzelt Wade, dem in diesem Moment bewusst zu werden scheint, wie viel Lebenszeit er in seine Sammlung investiert hat. „Anfangs lief das noch über reale Auktionen, meistens in den Neuenglandstaaten“, erinnert er sich.  „Aber mittlerweile passiert das meiste über Ebay.“ Zu seinen besten Zeiten ersteigerte Wade jeden Tag etwas Neues, inzwischen höchstens noch ein, zwei Stücke die Woche. „Sammeln ist meine Leidenschaft“, fügt er hinzu, andere Hobbys brauche er daher nicht. 

Als Kind hatte er sich vorübergehend mal mit Briefmarken und Münzen beschäftigt. „Das war mir aber bald zu langweilig“, sagt Wade. Die Faszination von allem, was mit den US-Präsidenten zu tun hat, packte Wade sehr früh: „Mein erstes Sammlerstück überhaupt war ein Anstecker aus dem ersten Wahlkampf von Dwight D. Eisenhower im Jahr 1952 mit der Aufschrift  ‚I Love Ike’. Den hat mir mein Vater geschenkt, was mich sehr glücklich gemacht hat. Da muss ich vier oder fünf Jahre alt gewesen sein.“ Seine Augen leuchten, als er das erzählt. Diesen Glücksmoment habe er in den Jahren danach immer wieder neu erleben wollen.

Das Guinness-Buch der Weltrekorde streckte beim Zählen die Waffen

Mittlerweile besitzt Wade Gegenstände zu fast jedem US-Präsidenten seit Washington. Den Überblick über seine Sammlung hat Wade längst verloren, doch er weiß zu jedem Stück eine Geschichte zu erzählen. Das Guinness-Buch der Weltrekorde ehrte ihn in der Ausgabe von 2015 mit einer ganzen Doppelseite – für die weltgrößte Sammlung von Erinnerungsstücken an US-Präsidenten. „Sie fragten mich nach einem Inventar, das ich nicht besitze. Also schickten sie eine sehr nette Dame aus London herüber, die alles akribisch zählte. Nach einer Woche und über 10.000 katalogisierten Artikeln gab sie auf. Da wusste sie, dass meine Sammlung die größte war.“ 

Ein großer Teil von Wades Fundus besteht aus Wahlkampfansteckern. Die ältesten stammen aus der Zeit von Abraham Lincoln um 1860. Spätestens von Ende des 19. Jahrhunderts an waren sie für alle Präsidentschaftskandidaten üblich. Die schönsten Exemplare hat Wade zu Kampagnen-Sets der jeweiligen Kandidaten zusammengestellt und stellt sie in Bilderrahmen an verschiedenen Stellen im Haus aus. Die meisten bewahrt er aber übersichtlich sortiert in grau lackierten Karteikästen in einem eigenen Raum auf. Doppelte tauscht und verkauft er über seine Webseite. 

In nahezu jedem Zimmer befinden sich Sammelstücke, teilweise kunstvoll in Vitrinen drapiert. Ein Kuriositätenkabinett im Nebenraum des Oval Office zeigt allerhand präsidiale Spott­figuren, die von der jeweils gegnerischen Partei in Wahlkämpfen verteilt wurden. Karikaturen des von ihm geschmähten Bill Clinton besitzt Wade in besonders großer Zahl. Während der Sammler an seinen Schätzen vorübergeht, deutet seine Hand auf Teller, Medaillen und Vasen. Stets wartet er mit der passenden Erinnerung zu jedem Exemplar auf: „Diesen Stuhl hat ­Jacky Kennedy einst für den Grünen Salon des Weißen Hauses erworben“, sagt Wade und tippt gegen ein elegant geschwungenes Sitzmöbel.    

Wenn es sich nicht gerade um Filmrequisiten oder Scherzartikel handelt, ist die Echtheit der Gegenstände ein wichtiges Kriterium für den Sammler. Dabei hilft Wade sein Studium der Geschichte, das er in den 60er Jahren an der Universität Austin in Texas absolvierte. Später führte er unter anderem eine Kette mit Convenience Stores, danach arbeitete er rund 20 Jahre für das texanische Gesundheitsministerium. Mittlerweile ist er pensioniert. Wenn er nicht gerade damit beschäftigt ist, seine Sammlung zu komplettieren, empfängt er am liebsten Gäste, um über historische Themen zu plaudern. Zum Beispiel darüber, dass es das Oval Office in der heute so vertraut erscheinenden Form noch gar nicht so lange gibt.

So hat der erste Präsident der USA, George Washington, das Weiße Haus nie gesehen. Er regierte die meiste Zeit von Philadelphia aus, das von 1790 an zehn Jahre lang als provisorischer Amtssitz diente. Die Hauptstadt, die seinen Namen tragen sollte, wurde zu dieser Zeit erst gebaut. Washington bewohnte in Philadelphia ein repräsentatives Landhaus, das er mit einem zweistöckigen Anbau versehen ließ. Der Raum, in dem der Staatschef gerne seine Gäste empfing, hatte eine längliche Form und wurde von einer halbrunden Ausbuchtung abgeschlossen, in der drei bis zum Boden reichende Fenster einen Blick in den Garten ermöglichten. Von dieser Optik sind alle späteren Arbeitszimmer der US-Präsidenten beeinflusst.

Barbara Bush hat Taschen bestickt, wenn ihr Mann zu lange redete

„Die Bushs wissen von meiner Sammelleidenschaft und haben mir oft kleine Geschenkpäckchen mit persönlichen Gegenständen überreicht, die sie nicht mehr benötigten.“ Wade hält inne, als er den Raum mit seinen Karteikästen erreicht. Über der Sammlung mit Wahlkampfansteckern sind vier Handtaschen zu sehen. Wade nimmt eine herunter. „Diese Taschen hat Barbara Bush selbst bestickt, wenn sie im Publikum wieder mal einer für ihren Geschmack zu langen Rede ihres Mannes lauschen musste. Später hat sie sie dann für wohltätige Zwecke gespendet.“ Wade senkt den Kopf, seine Stimme wirkt brüchig. „Gestern ist sie gestorben, mit 92 Jahren. Eine feine Frau, wir werden sie hier alle sehr vermissen.“

Und Donald Trump? Oh, auch den kennt er. „Aber nicht besonders gut“, schränkt Wade ein. „Ich habe ihn das erste Mal auf der Delegiertenkonferenz im Jahr 1988 getroffen“, erinnert er sich. „Wir waren uns am Anfang hier in Texas nicht einig, ob er ein richtiger Republikaner ist. Inzwischen macht er seine Sache allerdings ganz ordentlich.“ Und was die Presse so schreibt, würde er nicht ernst nehmen. „Die sind mir viel zu voreingenommen“, stellt Wade fest. 

Die ganze Angelegenheit mit Putin würde nur hochgekocht, um Trump in einem schlechten Licht dastehen zu lassen. „Ich habe Russland schon besucht, mit meiner Frau“, betont Wade und lässt sich in einen Wohnzimmersessel plumpsen. Das Gehen hat ihn angestrengt, denn vor ein paar Wochen war er hingefallen, seitdem zwickt der Rücken. „Sehr nette Menschen, diese Russen“, fährt Wade fort, nachdem er etwas Atem geschöpft hat. Er wählt seine Worte sehr bedächtig: „Nur unser Konzept von Demokratie, das haben sie nicht so recht verstanden.“

„Manche Stücke sind faszinierend, andere merkwürdig und manche einfach hässlich“

Wades Tochter Valentina steckt kurz den Kopf zur Tür herein und begrüßt die Gäste. Wie ihre jüngere Schwester Victoria, die 15 Jahre alt ist, hat sie sich an die häufigen Besucher im Haus gewöhnt. Beide nutzen das heimische Oval Office zudem gerne als Fernsehzimmer. „Meine Töchter würden wohl am liebsten ein richtiges Museum draus machen, wenn ich mal nicht mehr bin“, sinniert Wade. Seine Frau Laura hat die Sammelleidenschaft ihres Mannes ebenfalls akzeptiert, auch wenn sie nicht alles schön findet. „Manche Stücke sind faszinierend, andere merkwürdig und manche einfach hässlich“, lacht sie. 

Am wenigsten leiden kann sie eine Kopie der Präsidenten­limousine im Moment des Kennedy-Attentats, die im Film „Alles in Butter“ eine große Rolle spielt: „Im Film soll das eine Butterskulptur darstellen, eigentlich ist es Kunstharz. Aber damit es nach Butter aussieht, haben die Filmleute das Ding mit einem ekligen, gelblichen Lack beschmiert. Wir haben ihn abgekratzt, aber das Haus hat trotzdem wochenlang danach gestunken.“

Was würde Wade dazu sagen, wenn seine Frau nach seinem Tod die ganze Sammlung auflöst? „Es ist mir eigentlich egal, was dann damit passiert“, überlegt Wade. „Wenn sie alles verkauft, was hoffentlich erst in vielen Jahren passiert, wäre Laura wahrscheinlich eine sehr wohlhabende alte Lady.“

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